Blick auf die Kathedrale von Palma vom Parc de la Mar.

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Palma: Entdecke Mallorcas Hauptstadt

Wir neh­men dich mit auf Ent­de­ckungs­tour durch Pal­ma. In die­sem Städ­te­gui­de erfährst du, wel­che Sehens­wür­dig­kei­ten du unbe­dingt besu­chen musst, wo es ver­steck­te Ecken zu ent­de­cken gibt und wo du unter Ein­hei­mi­schen zu Mit­tag essen kannst. 

Pal­ma, die Haupt­stadt der Balea­ren, ist mit ihrem Mix aus Ein­hei­mi­schen, ansäs­si­gen Aus­län­dern und Tou­ris­ten eine ech­te Metro­po­le mit inter­na­tio­na­lem Flair. 

Im Groß­raum Pal­ma leben ca. 500 000 Men­schen, das ist mehr als die Hälf­te der Ein­woh­ner Mal­lor­cas. Der Kon­trast zwi­schen Groß­stadt­at­mo­sphä­re in Pal­ma und länd­li­cher Idyl­le nur weni­ge Kilo­me­ter ent­fernt ist einer der Grün­de, wes­halb Mal­lor­ca bei vie­len Besu­chern so beliebt ist.

Die Stadt selbst hat dem Besu­cher viel Inter­es­san­tes zu bie­ten: eine brei­te Aus­wahl an guten Restau­rants, Cafés und Tapas-Bars, schi­cke Bou­ti­quen, klei­ne Gas­sen in der größ­ten­teils auto­frei­en Alt­stadt und groß­ar­ti­ge Bau­ten wie die Kathe­dra­le und den Königs­pa­last. Nicht zu ver­ges­sen der Blick auf das Meer und das ange­neh­me Kli­ma. Kein Wun­der, dass die Ein­woh­ner­zahl der Stadt seit Jah­ren steigt.

Pal­ma eig­net sich her­vor­ra­gend für einen Wochen­end­trip oder lohnt einen Aus­flug wäh­rend eines Mal­lor­ca-Urlaubs. Wir waren zwei mal jeweils eine Woche Wan­dern auf der Insel und haben den Besuch der Stadt sehr genos­sen. Wenn du in Vall­de­mo­s­sa dein Quar­tier bezo­gen hast, kannst du sogar zum Abend­essen nach Pal­ma fahren.

Die­ser Arti­kel wur­de am 08.05.2025 aktualisiert.

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Stadtbesichtigung von Palma

Pal­ma lässt sich gut zu Fuß erkun­den. Wie immer gilt, daß du dir inner­halb eines Tages einen guten Ein­druck ver­schaf­fen kannst, aber die Stadt auch toll für einen län­ge­ren Auf­ent­halt geeig­net ist. Gera­de wenn noch kei­ne Bade­sai­son herrscht und du dei­nen Tag nicht am Strand ver­brin­gen willst, ist Pal­ma auf jeden Fall einen Besuch wert. Aber auch in der hei­ßen Jah­res­zeit lohnt ein abend­li­cher Bum­mel durch die Altstadt.

Das eige­ne Fahr­zeug ist weni­ger zu emp­feh­len, vie­le Gas­sen sind eng, nur in eine Rich­tung befahr­bar und Park­plät­ze den Ein­hei­mi­schen vorbehalten. 

Fal­sches Par­ken kann auf Mal­lor­ca sehr schnell recht teu­er wer­den und du soll­test unbe­dingt auf die Mar­kie­run­gen am Boden ach­ten, die dir sagen, wo du par­ken darfst und wo nicht. 

Am ein­fachs­ten ist es, wenn du das gro­ße Park­haus Parc de la Mar zwi­schen Kathe­dra­le und Strand­pro­me­na­de ansteu­erst. Das Park­haus ist rie­sig und du fin­dest bestimmt einen Platz. Trotz Video­über­wa­chung im Park­haus soll­test du kei­ne Wert­sa­chen im Auto las­sen, Ein­brü­che sind in der Hoch­sai­son wohl kei­ne Seltenheit. 

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Geschichte

Die frü­hes­ten Zeug­nis­se der Besie­de­lung Mal­lor­cas durch die Talay­ot-Kul­tur rei­chen bis 5000 v. Chr. zurück. Res­te die­ser prä­his­to­ri­schen Mega­lith­kul­tur fin­den sich auf allen balea­ri­schen Inseln.

Im Jah­re 123 v. Chr. wur­de Mal­lor­ca von den Römern erobert, kurz dar­auf grün­de­te der römi­sche Kon­sul die Stadt Pal­ma unter dem Namen Pal­ma­ria Pal­men­sis.

Mit dem Unter­gang des römi­schen Rei­ches ver­sank auch Pal­ma in der Bedeu­tungs­lo­sig­keit, die erst 903 durch die Erobe­rung durch die Mau­ren gestoppt wur­de. Die ara­bi­schen Erobe­rer bau­ten die Stadt, die sie Medi­na Mayur­qa nann­ten, zu einer wich­ti­gen Han­dels­stadt auf.

Die mau­ri­sche Herr­schaft, die gro­ßen Ein­fluss auf Kul­tur und Bau­stil in ganz Spa­ni­en hat­te, ende­te in Mal­lor­ca 1229 durch die Erobe­rung durch die Aragonier.

1276 wur­de das König­reich Mal­lor­ca gegrün­det, das eini­ge Jahr­zehn­te über Mal­lor­ca herrsch­te und 1343 wie­der an das Haus Ara­gon zurück fiel.

Die Ara­go­nier inves­tier­ten mit Bau­ten wie dem Königs­pa­last oder der Kathe­dra­le in die Stadt, so dass in der Blü­te­zeit im 16. Jahr­hun­dert über 40 000 Men­schen in der Stadt wohnten.

Im 15. Jahr­hun­dert fiel Pal­ma gemein­sam mit dem Haus Ara­gon durch Hei­rat an die kas­ti­li­sche Kro­ne und gehört seit­dem zu Spanien.

Lan­ge Jah­re hieß die Stadt Pal­ma de Mal­lor­ca, seit 2016 ist der Zusatz gestri­chen und sie heißt nur noch Palma.

Architektur

Die Archi­tek­tur Pal­mas ist eng ver­knüpft mit der Herr­schaft der Mau­ren. Die ara­bi­schen Erobe­rer brach­ten ihre Art zu bau­en mit auf die Insel. Ihnen ver­dankt Pal­ma sei­ne Grund­struk­tur mit engen Gas­sen, mas­si­gen Häu­sern und lieb­li­chen Innenhöfen. 

Neben der Stadt­struk­tur brach­ten die Mau­ren noch wei­te­re Neue­run­gen mit, die bis in unse­re Zeit nach­wir­ken: land­wirt­schaft­li­che Bewäs­se­rungs­sys­te­me wie sie noch heu­te in Ban­y­al­bul­far benutzt wer­den, Zitro­nen­bäu­me, die über­all auf der Insel kul­ti­viert wer­den und Gewür­ze wie Safran, die in der Küche Spa­ni­ens eine gro­ße Rol­le spielen. 

Nach der mau­ri­schen Herr­schaft ent­stan­den vie­le Gebäu­de im goti­schen Stil, von denen die Kathe­dra­le die Haupt­se­hens­wür­dig­keit ist.

Anfang des 20. Jahr­hun­derts hin­ter­ließ der Jugend­stil sei­ne Spu­ren, was vor allem an den Pracht­bau­ten ent­lang des Pass­eig des Born ins Auge fällt.

Die Kathedrale von Palma

Die Kathe­dra­le der hei­li­gen Maria ist die Bischofs­kir­che des Bis­tums Mal­lor­ca. Daher wird sie von den Ein­hei­mi­schen auch oft nur La Seu, der Bischofs­sitz, genannt.

Die mar­kan­te Kir­chen­an­la­ge, die hoch über der Bucht von Pal­ma thront, ist allein durch ihre Prä­senz die wich­tigs­te Sehens­wür­dig­keit der Stadt. Aber nicht nur das Äuße­re ist sehens­wert, auch der Innen­raum fas­zi­niert durch sei­ne schö­nen Buntglasfenster.

Umge­ben von Gar­ten­an­la­gen wacht die mas­si­ge Anla­ge über die Bucht und bil­det gleich­zei­tig den Abschluss der Alt­stadt, die direkt hin­ter ihr beginnt.

Die impo­san­te Kir­che wird auch Kathe­dra­le des Lichts genannt, da das Inne­re für goti­sche Bau­wer­ke auf­fal­lend hell ist und die vie­len Bunt­glas­fens­ter für fan­tas­ti­sche Licht­spie­le sorgen.

Obwohl die Kathe­dra­le kei­nen mar­kan­ten Turm besitzt, gehört sie zu den wich­tigs­ten und schöns­ten Bau­wer­ken goti­schen Stils und hat eine wech­sel­haf­te Geschich­te hin­ter sich.

1230 erfolg­te die Grund­stein­le­gung der Kathe­dra­le durch König Jakob I. von Ara­gón, nach­dem die­ser Mal­lor­ca von den Mau­ren zurück­er­obert hatte. 

Der eigent­li­che Bau der Kathe­dra­le wur­de erst von sei­nem Sohn begon­nen und es dau­er­te meh­re­re hun­dert Jah­re bis zur Voll­endung. 1601 wur­de das Haupt­por­tal geweiht und die Fas­sa­de wur­de sogar erst im 20. Jahr­hun­dert fer­tig gestellt.

Die Kathe­dra­le hat gigan­ti­sche Aus­mas­se: 110 m lang, 33 m breit. Ein wenig län­ger als ein Fuss­ball­feld und fast halb so breit ist der gan­ze Kom­plex inklu­si­ve Sei­ten­schif­fen. In den Innen­raum pas­sen angeb­lich 18.000 Menschen!

Das Rund­fens­ter, das 1370 erbaut wur­de, aber erst über 200 Jah­re spä­ter sei­ne bun­ten Schei­ben erhielt, zählt zu den größ­ten goti­schen Roset­ten des Mittelalters.

Durch die lan­ge Bau­zeit sind vie­le Stil­rich­tun­gen in der Kathe­dra­le ver­eint: vom goti­schen Bau­stil über die Renais­sance und den Barock bis hin zum Klassizismus. 

Selbst der berühm­te spa­ni­sche Archi­tekt Anto­ni Gau­dí hat sei­ne Spu­ren hin­ter­las­sen: Er reno­vier­te Tei­le der Kir­che und füg­te Ele­men­te des Jugend­stils hinzu.

Der jüngs­te Bei­trag stammt vom mal­lor­qui­ni­schen Künst­ler Miquel Bar­celó, der eine Kapel­le im Sei­ten­schiff umge­stal­ten durfte.

Einen schö­nen Blick auf die Bucht von Pal­ma hast du übri­gens von der Ter­ras­se der Kathe­dra­le. Hier kommst du den bun­ten Fens­tern ganz nahe und kannst durch die gro­ße Rosette ins Inne­re der Kathe­dra­le schau­en. Tickets gibt es eben­falls über die offi­zi­el­le Web­sei­te, dar­in ist auch der Besuch des Innen­rau­mes ent­hal­ten. Der Besuch der Ter­ras­se ist nur nach vor­he­ri­ger Reser­vie­rung möglich. 

Der Königspalast

Direkt neben der Kathe­dra­le liegt der Königs­pa­last La Almu­dai­na

Das trut­zi­ge Gebäu­de mit mau­ri­schen Wur­zeln ist noch heu­te die Som­mer­re­si­denz der spa­ni­schen Köni­ge. Die spa­ni­sche Flag­ge auf dem Dach wird immer dann gehisst, wenn der König in der Resi­denz weilt. Dane­ben ist der Palast Sitz der Mili­tär­kom­man­da­tur von Mallorca.

Tei­le des Palas­tes sind für die Öffent­lich­keit zugäng­lich und ein Besuch ist vor allem Kunst­lieb­ha­bern zu emp­feh­len. Aber auch der herr­li­che Blick von der Ter­ras­se ist sehenswert.

Die mau­ri­schen Herr­scher errich­te­ten neben der Moschee, an deren Stel­le heu­te die Kathe­dra­le steht, ihren fes­tungs­ar­ti­gen Palast. Der Name Almu­dai­na stammt aus die­ser Zeit und bedeu­tet Zita­del­le außer­halb der Stadt­mau­ern.

Obwohl der Palast im Lau­fe der Jahr­hun­der­te mehr­fach umge­baut wur­de, sind die mau­ri­schen Ele­men­te noch gut zu erken­nen: vor allem die Gebäu­de­form mit dem geschlos­se­nen Innen­hof und die Spitz­bo­gen der Fens­ter zeu­gen von den Bau­küns­ten der Mauren.

Nach der Rück­erobe­rung Mal­lor­cas nutz­ten die spa­ni­schen Köni­ge das gut befes­ti­ge Gebäu­de als Amts­sitz. Im 14. Jahr­hun­dert ließ König Jau­me II den Palast vom Bau­meis­ter des Cas­tell Bell­ver, Pere Sal­và, zu sei­ner Som­mer­re­si­denz umbauen. 

Im Erd­ge­schoss ist die Deko­ra­ti­on heu­te noch mit­tel­al­ter­lich, wäh­rend im Ober­ge­schoss kost­ba­re flä­mi­sche Gemäl­de und Wand­tep­pi­che aus dem 17. Jahr­hun­dert gezeigt werden.

Sehr sehens­wert ist auch die goti­sche Kapel­le Sant Ana aus dem 14. Jahrhundert.

High­light des Besu­ches ist sicher­lich die Ter­ras­se mit Blick über die Bucht von Pal­ma und die unter dem Palast lie­gen­den könig­li­chen Gärten.

Die königlichen Gärten

Unter­halb der Kathe­dra­le und des Königs­pa­las­tes erstre­cken sich die könig­li­chen Gär­ten Jar­di­nes de S’Hort del Rei und laden mit ihren schat­ti­gen Plätz­chen und Was­ser­spie­len zum Ver­wei­len ein. 

Die­se lieb­li­che, grü­ne Oase zwi­schen Stadt und dem Parc de la Mar eig­net sich mit ihren vie­len Park­bän­ken gut für eine klei­ne Pau­se oder um der Hek­tik der Stadt zu entfliehen. 

Im 14. Jahr­hun­dert wur­den die Gär­ten von den Palast­mau­ern umschlos­sen und dien­ten vor allem als Obst­gar­ten, was sich auch heu­te noch im Namen S’Hort wiederspiegelt.

In den 60er Jah­ren wur­den die Gär­ten nach dem Vor­bild der Gar­ten­an­la­ge der Alham­bra in Gra­na­da neu gestal­tet und mit Was­ser­be­cken und Spring­brun­nen ergänzt. 

Der gro­ße Mau­er­bo­gen am Süd­ende der Gär­ten stammt noch aus mau­ri­scher Zeit und schirm­te den Pri­vat­ha­fen des Emirs ab. Heu­te woh­nen Schwä­ne im ehe­ma­li­gen Hafen­be­cken und erfreu­en die Besucher.

Im Gar­ten ver­steckt fin­den sich eini­ge sehens­wer­te Skulp­tu­ren wie das „Ei“ von Joan Miró, das „Mobi­le“ von Alex­an­der Cal­der oder den bron­ze­nen Stein­schleu­de­rer „Es Foner“ von Llo­renç Rosselló.

Passeig des Born

Die­se Pracht­stras­se, in der sich ein Luxus­la­bel an den ande­ren reiht, ist die ele­gan­tes­te Allee in Pal­ma. Auf der brei­ten Pro­me­na­de in der Mit­te kannst du trotz Auto­ver­kehrs neben­an ent­spannt fla­nie­ren und in einem der zahl­rei­chen Cafés einkehren.

Placa Mayor

Der gro­ße, recht­ecki­ge Platz mit­ten in der Stadt ist umge­ben von klas­si­schen Gebäu­den. Arka­den­ge­säum­te Lau­ben­gän­ge im Erd­ge­schoss spen­den Schat­ten, in den Eta­gen dar­über sind vor allem Büros und Woh­nun­gen untergebracht. 

Mehr­fach in der Woche fin­det hier ein Kunst­hand­wer­ker­markt statt, eben­so vie­le loka­le Fes­te, Kon­zer­te oder sons­ti­ge Feierlichkeiten.

An den Tagen ohne Markt wirkt der Platz recht weit­läu­fig und die weni­gen Cafés schei­nen fast zu ver­schwin­den. Da es auf dem Platz kaum Grün gibt, wirkt er sehr homo­gen in der Bebau­ung und strahlt eine stren­ge Aura aus.

Unter dem Platz befin­det sich ein Park­haus mit unter­ir­di­schem Ein­kaufs­zen­trum. In den umlie­gen­den Gas­sen fin­den sich eben­falls vie­le Geschäf­te. Von hier ist es auch nicht mehr weit bis zur Markthalle.

Der Mercat de l’Olivar — unser Geheimtipp für Palma!

Der Mer­cat de l’O­li­var ist die größ­te Markt­hal­le Pal­mas und unser liebs­ter Geheim­tipp. Von aus­sen nicht beson­ders ansehn­lich, ent­puppt sie sich im Inne­ren als Traum für Gour­mets. In der gro­ßen Hal­le gibt es Gemü­se und Früch­te sowie Fleisch, Wurst und Käse in Hül­le und Fül­le. In der sepa­ra­ten klei­ne­ren Hal­le wer­den Fisch und Mee­res­früch­te angeboten. 

Neben den rei­nen Ver­kaufs­stän­den gibt es hier auch Tapas-Bars, an denen du klei­ne Lecke­rei­en sofort ver­kos­ten kannst. Wir haben in der Markt­hal­le ein gan­zes Mit­tag­essen zu uns genom­men — wir haben uns ein­fach von Stand zu Stand durch­ge­fut­tert. Superlecker!

Und den Ein­hei­mi­schen zuzu­se­hen, die sich mit Freun­den an den Tapas­stän­den auf ein Glas Wein tref­fen und ges­ten­reich pala­vern, hat eben­falls viel Spaß gemacht. 

Die Altstadt

Nach dem Mit­tag­essen in der Markt­hal­le sind wir ohne bestimm­tes Ziel durch die Gas­sen der Alt­stadt geschlen­dert. Irgend­wo fin­det sich auch immer ein Café für den Espres­so nach dem Essen. 

In den ver­win­kel­ten Gas­sen gibt es vie­le klei­ne Bou­ti­quen zu ent­de­cken und du kannst dich ein­fach trei­ben las­sen. Vie­le Gas­sen sind so eng, dass kei­ne Autos fah­ren kön­nen, daher ist es hier recht ruhig, zumin­dest was den Auto­ver­kehr angeht.

Die Banys Àrabs

Am Rand der Alt­stadt in der Nähe der Kathe­dra­le gibt es die alten ara­bi­schen Bäder, die Banys Àrabs zu besich­ti­gen. Der Ein­gang ist nicht so leicht zu fin­den, die schma­le Tür in der Gas­se ist schnell übersehen. 

Der schö­ne, begrün­te Innen­hof mit sei­ner ange­neh­men Ruhe ist aller­dings die Suche wert. Hier­her ver­ir­ren sich kei­ne Tou­ris­ten­scha­ren und die schat­ten­spen­den­den Bäu­me laden zu einer ent­spann­ten Pau­se ein. Die klei­ne Cafe­te­ria sorgt für küh­le Geträn­ke und der Geist kann sich von den vie­len Ein­drü­cken des Stadt­be­suchs erholen.

Die bei­den ehe­ma­li­gen Bade­häu­ser stam­men aus dem 10. Jahr­hun­dert, als Mal­lor­ca von den Mau­ren beherrscht wur­de. Die­se Bäder sind eini­ge der weni­gen ver­blie­be­nen Bei­spie­le rei­ner ara­bi­scher Archi­tek­tur auf Mallorca.

Der moder­ne Ham­mam Al Ánda­lus* bie­tet übri­gens Dampf­bä­der nach mau­ri­schem Vor­bild an, was in der heu­ti­gen spa­ni­schen Kul­tur tra­di­tio­nell nicht mehr ver­an­kert ist und daher eine Beson­der­heit darstellt.

Der Hafen

Der Hafen von Pal­ma ist einer der größ­ten Häfen im gesam­ten Mit­tel­meer­raum. Von hier gibt es zahl­lo­se Fähr­ver­bin­dun­gen, die Kreuz­fahrt­schif­fe lan­den an und die ein oder ande­re Super­yacht ist zu bestaunen. 

Der Hafen teilt sich im wesent­li­chen in 4 Berei­che: den Kreuz­fahrt­ha­fen, den Indus­trie­ha­fen, den Fähr­ha­fen und meh­re­re Yachthäfen. 

Ent­lang der Hafen­pro­me­na­de Pass­eig Marí­tim schlen­derst du ganz ent­spannt am Yacht­ha­fen vor­bei. Zahl­rei­che Restau­rants säu­men die Ufer­stras­se und locken mit Bli­cken auf die unzäh­li­gen Schiffe.

Der Hafen und die schö­nen Bli­cke auf die Alt­stadt las­sen sich auch gut von einer Hafen­rund­fahrt* aus erleben.

Das Castell de Bellver

Ein Stück aus­ser­halb von Pal­ma thront das Cas­tell de Bell­ver, die Burg der schö­nen Aus­sicht, auf einem Hügel und über­blickt das gesam­te Umland.

Der fan­tas­ti­sche Rund­blick geht von Pal­ma mit der mar­kan­ten Kathe­dra­le und dem Hafen über die Bucht und das gesam­te Umland bis zur Ser­ra de Tra­m­un­ta­na, dem Gebirgs­zug im Wes­ten der Insel.

Das Kas­tell wur­de ab dem Jahr 1300 von Pere Sal­và erbaut und ist durch sei­ne kreis­run­de Bau­wei­se ein­zig­ar­tig in Euro­pa. Es dien­te in den ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten als Schutz­burg, Resi­denz und vor allem als Gefängnis.

Die von außen recht abwei­send wir­ken­de Burg­an­la­ge über­rascht im Innen­hof mit fei­nen goti­schen Spitz­bo­gen im Ober­ge­schoss, die für ein ele­gan­tes Erschei­nungs­bild sor­gen. 3 Tür­me sind direkt in das Gebäu­de inte­griert, wäh­rend der vier­te Turm sepa­rat steht und auf Höhe der Ter­ras­se durch eine klei­ne Brü­cke mit dem Cas­tell ver­bun­den ist.

Im Inne­ren des Gebäu­des befin­det sich das Muse­um zur Stadt­ge­schich­te von Palma.

Von der Innen­stadt erreichst du das Cas­tell de Bell­ver mit dem Rad, dem Auto oder dem Hop-on/Hop-off Bus. Zu Fuß sind es von der Kathe­dra­le ca 3 km, die erst am Hafen ent­lang­füh­ren, dann durch Wohn­be­bau­ung und die Grün­an­la­ge zum Cas­tell hin­auf füh­ren. Die bewal­de­te Grün­an­la­ge, die das Cas­tell umgibt, eig­net sich auch sehr gut für ein ent­spann­tes Picknick.

Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca

Tapas

Spa­ni­en ist bekannt für sei­ne Viel­falt an lecke­ren Tapas. Auch in Pal­ma las­sen sich die klei­nen Häpp­chen, die tra­di­tio­nell zum Ape­ri­tif gereicht wer­den, an jeder Ecke ver­kos­ten. Es gibt vie­le Restau­rants und Bode­gas, die Tapas neben ande­ren Gerich­ten anbie­ten oder ganz dar­auf spe­zia­li­siert sind. 

Wir waren im tren­di­gen Vier­tel San­ta Cata­li­na in einer gemüt­li­chen Tapas-Bar abends essen und fan­den es sehr lecker. In San­ta Cata­li­na gibt es vie­le klei­ne Restau­rants, es lohnt sich auf alle Fäl­le, hier auf Ent­de­ckungs­tour zu gehen. 

Kulinarische Highlights in und um Palma

Pal­ma bie­tet nicht nur Tapas, son­dern jede Men­ge Akti­vi­tä­ten, die dir die spa­ni­sche Ess­kul­tur näher­brin­gen. Ein paar der span­nends­ten Erleb­nis­se haben wir hier für dich gesammelt:

Wir lie­ben den Mer­cat de l’O­li­var und pro­bie­ren ger­ne die tages­ak­tu­el­len Gerich­te der Stän­de in der Markt­hal­le aus und sehen dem leb­haf­ten Trei­ben zu. Der Mer­cat de San­ta Cata­li­na im gleich­na­mi­gen Vier­tel ist eben­falls sehenswert.

Die boden­stän­di­ge mal­lor­qui­ni­sche Küche kann man in unzäh­li­gen Restau­rants pro­bie­ren. Aber Pal­ma hat auch eini­ge Ster­ne-Restau­rants zu bie­ten. Es emp­fiehlt sich, vor­ab zu reser­vie­ren, falls du ein bestimm­tes Restau­rant besu­chen möch­test, denn es ist immer viel los. In den letz­ten Jah­ren sind vie­le tol­le Roof­top-Restau­rants ent­stan­den, die alles von quir­li­ger Bar bis zu Fine-Dining offerieren.

Wenn du dich ein­fach trei­ben lässt, fin­dest du bestimmt ein schö­nes Plätz­chen, wenn du Hun­ger hast — es gibt wahn­sin­nig vie­le Restau­rants in Pal­mas Alt­stadt und am Hafen. Aber es gibt eben auch eini­ge Tou­ris­ten­fal­len, also lie­ber auf­pas­sen und vor­ab die Kar­te stu­die­ren oder Goog­le befra­gen, bevor du dich für ein Restau­rant entscheidest.

Eine pri­va­te Food­tour mit vie­len Ver­kos­tun­gen von With­lo­cals* führt dich zu den belieb­tes­ten Plät­zen der Ein­hei­mi­schen und den schöns­ten Plät­zen der Stadt.

Ein Koch­kurs* ist eben­falls eine schö­ne Mög­lich­keit, die lan­des­ty­pi­sche Küche ken­nen zu ler­nen. Wenn du den Mer­cat de l’O­li­var besu­chen willst, ist viel­leicht ein Koch­kurs mit Markt­be­such* etwas für dich.

Und kaum zu glau­ben, aber auch in Pal­ma gibt es eine Chi­na­town, die auf einer kuli­na­ri­schen Tour* inklu­si­ve Markt­be­such erkun­det wer­den kann.

In den Bäcke­rei­en der gan­zen Insel gibt es lecke­res süßes Gebäck und tra­di­tio­nel­le Süßig­kei­ten. Mit einem Milch­kaf­fee in einem Stra­ßen­ca­fé schme­cken z.Bsp. Ensai­ma­das oder Cocas de Pata­tas beson­ders gut.

Vie­le Wein­gü­ter auf Mal­lor­ca bie­ten Ver­kos­tun­gen und Kel­ler­füh­run­gen an. Von Pal­ma bie­tet sich z.Bsp. der Aus­flug zum Wein­gut Son Julia­na* an oder eine Ganz­ta­ges­tour ins Lan­des­in­ne­re mit Besuch meh­re­rer Wein­gü­ter*.

Auf einer Oleo-Kul­tur­tour* lernst du alles über die Her­stel­lung von Oli­ven­öl, auf wel­che Qua­li­täts­merk­ma­le du ach­ten musst und besuchst eine Olivenplantage.

Ein Ganz­ta­ges­aus­flug zu Oran­gen­farm, Oli­ven­hain und Wein­gut* zeigt dir die wich­tigs­ten Erzeug­nis­se Mal­lor­cas und du lernst zugleich die schö­ne Land­schaft der Insel kennen.

Im Som­mer lohnt sich auch eine Boots­tour*, um das Meer, die Aus­sicht und die spa­ni­sche Küche zu genies­sen. Es gibt unzäh­li­ge Anbie­ter, die Kata­ma­ran- oder Boots­tou­ren mit Ver­pfle­gung anbie­ten, mal mit­tags zum Schnor­cheln, mal abends zum Sundowner.

Fazit

Wir fan­den Pal­ma sehr sehens­wert, das Bum­meln durch die Gas­sen hat uns sehr gefal­len und vor allem der Besuch der Markt­hal­le war ein tol­les Erleb­nis. Die Kathe­dra­le ist wirk­lich beein­dru­ckend und unser Abend­essen in einer Tapas-Bar hat unse­ren Besuch schön abgerundet.

Im Som­mer, wenn es heiß ist, langt sicher­lich ein Aus­flug gegen Abend, um die Stadt zu erle­ben. In der Neben­sai­son, wenn es noch nicht so warm und voll ist, bie­tet es sich an, län­ger zu blei­ben und viel­leicht sogar ein oder zwei Näch­te hier zu verbringen. 

Da die Flug­zei­ten von Deutsch­land aus recht kurz sind, lohnt sich sogar ein Wochen­end­trip, um die medi­ter­ra­ne Sehn­sucht zu stillen. 

Wir waren hof­fent­lich nicht das letz­te Mal in Pal­ma und kom­men ger­ne wieder!

Wandern auf Mallorca

Hast du Lust, die schö­ne Natur Mal­lor­cas zu entdecken? 

Wir waren eine Woche im Umland von Vall­de­mo­s­sa Wan­dern und haben die Ser­ra de Tra­m­un­ta­na zu Fuß erkundet. 

Mehr dazu gibt es in mei­nem Bei­trag über Wan­dern auf Mal­lor­ca.

Aussichtsreiche Wanderung nach S'Estaca und zu den Miradores des Erzherzogs an Mallorcas wilder Westküste.

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Slow Travelling

Hallo, ich bin Svenja und nehme euch gerne auf meine Reisen mit!

Am liebsten bin ich mit Wanderschuhen und viel Zeit unterwegs. Slow Travelling, also langsames oder eher achtsames Reisen, ist in den letzten Jahren meine Leidenschaft geworden.

Viel lieber, als einen gehetzten Roadtrip zu absolvieren, bleibe ich eine Woche an einem Ort, um zu Fuß die Schönheit der verschiedenen Landschaften zu erwandern.

Ich finde, je mehr Zeit man an einem Ort verbringt, desto mehr kann man in seine Seele eintauchen und hat wirklich das Gefühl, da gewesen zu sein.

Ich möchte mir nicht erst hinterher auf den Fotos anschauen, wo ich eigentlich überall war. Daher reise ich auch gerne mehrfach an die gleichen Orte, weil es sich wie nach Hause kommen anfühlt, wenn ich schon weiß, wo ich wann auf welchem Markt die besten Produkte kaufen kann oder wann ich welche Wanderung am besten mache.

Ich bin kein Fan davon, Sehenswürdigkeiten abzuhaken, nur damit ich zeigen kann, dass ich dort gewesen bin. Viel lieber genieße ich die Natur abseits der ausgetretenen Pfade. Wenn die Wanderung dann doch zur Sehenswürdigkeit führt, umso besser!

Ebenso lasse ich mich nicht von schlechtem Wetter oder anderen Unbequemlichkeiten abschrecken, wenn ich dafür etwas Besonderes erleben kann. Das Motto ist: erholen kann ich mich daheim!

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß mit den Entdeckungen auf diesem Blog!

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Neues vom Blog

Hi, ich bin Svenja!

Schon immer liebe ich das Reisen und Entdecken von fremden Kulturen und Landschaften. Am liebsten bin ich gemeinsam mit meiner Familie unterwegs, um tolle Abenteuer zu erleben. Mit diesem Blog möchte ich euch zeigen, welche schönen Entdeckungen man machen kann, wenn man sich genug Zeit beim Reisen läßt.