Wir nehmen dich mit auf Entdeckungstour durch Palma. In diesem Städteguide erfährst du, welche Sehenswürdigkeiten du unbedingt besuchen musst, wo es versteckte Ecken zu entdecken gibt und wo du unter Einheimischen zu Mittag essen kannst.
Palma, die Hauptstadt der Balearen, ist mit ihrem Mix aus Einheimischen, ansässigen Ausländern und Touristen eine echte Metropole mit internationalem Flair.
Im Großraum Palma leben ca. 500 000 Menschen, das ist mehr als die Hälfte der Einwohner Mallorcas. Der Kontrast zwischen Großstadtatmosphäre in Palma und ländlicher Idylle nur wenige Kilometer entfernt ist einer der Gründe, weshalb Mallorca bei vielen Besuchern so beliebt ist.
Die Stadt selbst hat dem Besucher viel Interessantes zu bieten: eine breite Auswahl an guten Restaurants, Cafés und Tapas-Bars, schicke Boutiquen, kleine Gassen in der größtenteils autofreien Altstadt und großartige Bauten wie die Kathedrale und den Königspalast. Nicht zu vergessen der Blick auf das Meer und das angenehme Klima. Kein Wunder, dass die Einwohnerzahl der Stadt seit Jahren steigt.
Palma eignet sich hervorragend für einen Wochenendtrip oder lohnt einen Ausflug während eines Mallorca-Urlaubs. Wir waren zwei mal jeweils eine Woche Wandern auf der Insel und haben den Besuch der Stadt sehr genossen. Wenn du in Valldemossa dein Quartier bezogen hast, kannst du sogar zum Abendessen nach Palma fahren.
Dieser Artikel wurde am 08.05.2025 aktualisiert.
Inhaltsverzeichnis
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Stadtbesichtigung von Palma
Palma lässt sich gut zu Fuß erkunden. Wie immer gilt, daß du dir innerhalb eines Tages einen guten Eindruck verschaffen kannst, aber die Stadt auch toll für einen längeren Aufenthalt geeignet ist. Gerade wenn noch keine Badesaison herrscht und du deinen Tag nicht am Strand verbringen willst, ist Palma auf jeden Fall einen Besuch wert. Aber auch in der heißen Jahreszeit lohnt ein abendlicher Bummel durch die Altstadt.
Die Stadt läßt sich auch gut mit dem Fahrrad* oder dem Hop on/Hop of Bus* erkunden. Sehr beliebt ist auch eine Segway-Tour durch die Altstadt*.
Das eigene Fahrzeug ist weniger zu empfehlen, viele Gassen sind eng, nur in eine Richtung befahrbar und Parkplätze den Einheimischen vorbehalten.
Falsches Parken kann auf Mallorca sehr schnell recht teuer werden und du solltest unbedingt auf die Markierungen am Boden achten, die dir sagen, wo du parken darfst und wo nicht.
Am einfachsten ist es, wenn du das große Parkhaus Parc de la Mar zwischen Kathedrale und Strandpromenade ansteuerst. Das Parkhaus ist riesig und du findest bestimmt einen Platz. Trotz Videoüberwachung im Parkhaus solltest du keine Wertsachen im Auto lassen, Einbrüche sind in der Hochsaison wohl keine Seltenheit.
Wenn du Palma direkt nach deiner Ankunft erkunden willst, bevor du dein Hotel bezogen hast, kannst du deinen Koffer in eine Gepäckaufbewahrung geben. Davon gibt es in der Stadt einige. Suche über Google einfach diejenige aus, die am nächsten zu deinem Standort liegt.
Palma kannst du gut auf eigene Faust entdecken. Wenn du allerdings nicht viel Zeit hast oder dich ausführlicher mit der Stadt und ihrer Geschichte beschäftigen möchtest, kannst du auch eine geführte Tour* buchen.
Kulinarisch punktet Palma mit leckeren spanischen Gerichten und vor allem Tapas, kleinen Häppchen, die traditionell zum Aperitif gereicht werden. Immer wieder lohnenswert ist daher eine Food-Tour mit Tapas-Verkostung*.
Aber es werden auch andere spannende Aktivitäten angeboten: wie wäre es mit einer Sonnenuntergangs-Cruise* in der Bucht von Palma, um die Stadt im Abendlicht zu erleben?
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Geschichte
Die frühesten Zeugnisse der Besiedelung Mallorcas durch die Talayot-Kultur reichen bis 5000 v. Chr. zurück. Reste dieser prähistorischen Megalithkultur finden sich auf allen balearischen Inseln.
Im Jahre 123 v. Chr. wurde Mallorca von den Römern erobert, kurz darauf gründete der römische Konsul die Stadt Palma unter dem Namen Palmaria Palmensis.
Mit dem Untergang des römischen Reiches versank auch Palma in der Bedeutungslosigkeit, die erst 903 durch die Eroberung durch die Mauren gestoppt wurde. Die arabischen Eroberer bauten die Stadt, die sie Medina Mayurqa nannten, zu einer wichtigen Handelsstadt auf.
Die maurische Herrschaft, die großen Einfluss auf Kultur und Baustil in ganz Spanien hatte, endete in Mallorca 1229 durch die Eroberung durch die Aragonier.
1276 wurde das Königreich Mallorca gegründet, das einige Jahrzehnte über Mallorca herrschte und 1343 wieder an das Haus Aragon zurück fiel.
Die Aragonier investierten mit Bauten wie dem Königspalast oder der Kathedrale in die Stadt, so dass in der Blütezeit im 16. Jahrhundert über 40 000 Menschen in der Stadt wohnten.
Im 15. Jahrhundert fiel Palma gemeinsam mit dem Haus Aragon durch Heirat an die kastilische Krone und gehört seitdem zu Spanien.
Lange Jahre hieß die Stadt Palma de Mallorca, seit 2016 ist der Zusatz gestrichen und sie heißt nur noch Palma.
Architektur
Die Architektur Palmas ist eng verknüpft mit der Herrschaft der Mauren. Die arabischen Eroberer brachten ihre Art zu bauen mit auf die Insel. Ihnen verdankt Palma seine Grundstruktur mit engen Gassen, massigen Häusern und lieblichen Innenhöfen.
Neben der Stadtstruktur brachten die Mauren noch weitere Neuerungen mit, die bis in unsere Zeit nachwirken: landwirtschaftliche Bewässerungssysteme wie sie noch heute in Banyalbulfar benutzt werden, Zitronenbäume, die überall auf der Insel kultiviert werden und Gewürze wie Safran, die in der Küche Spaniens eine große Rolle spielen.
Nach der maurischen Herrschaft entstanden viele Gebäude im gotischen Stil, von denen die Kathedrale die Hauptsehenswürdigkeit ist.
Anfang des 20. Jahrhunderts hinterließ der Jugendstil seine Spuren, was vor allem an den Prachtbauten entlang des Passeig des Born ins Auge fällt.
Die Kathedrale von Palma
Die Kathedrale der heiligen Maria ist die Bischofskirche des Bistums Mallorca. Daher wird sie von den Einheimischen auch oft nur La Seu, der Bischofssitz, genannt.

Die markante Kirchenanlage, die hoch über der Bucht von Palma thront, ist allein durch ihre Präsenz die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt. Aber nicht nur das Äußere ist sehenswert, auch der Innenraum fasziniert durch seine schönen Buntglasfenster.
Umgeben von Gartenanlagen wacht die massige Anlage über die Bucht und bildet gleichzeitig den Abschluss der Altstadt, die direkt hinter ihr beginnt.
Die imposante Kirche wird auch Kathedrale des Lichts genannt, da das Innere für gotische Bauwerke auffallend hell ist und die vielen Buntglasfenster für fantastische Lichtspiele sorgen.
Obwohl die Kathedrale keinen markanten Turm besitzt, gehört sie zu den wichtigsten und schönsten Bauwerken gotischen Stils und hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich.
1230 erfolgte die Grundsteinlegung der Kathedrale durch König Jakob I. von Aragón, nachdem dieser Mallorca von den Mauren zurückerobert hatte.
Der eigentliche Bau der Kathedrale wurde erst von seinem Sohn begonnen und es dauerte mehrere hundert Jahre bis zur Vollendung. 1601 wurde das Hauptportal geweiht und die Fassade wurde sogar erst im 20. Jahrhundert fertig gestellt.
Die Kathedrale hat gigantische Ausmasse: 110 m lang, 33 m breit. Ein wenig länger als ein Fussballfeld und fast halb so breit ist der ganze Komplex inklusive Seitenschiffen. In den Innenraum passen angeblich 18.000 Menschen!
Das Rundfenster, das 1370 erbaut wurde, aber erst über 200 Jahre später seine bunten Scheiben erhielt, zählt zu den größten gotischen Rosetten des Mittelalters.
Durch die lange Bauzeit sind viele Stilrichtungen in der Kathedrale vereint: vom gotischen Baustil über die Renaissance und den Barock bis hin zum Klassizismus.
Selbst der berühmte spanische Architekt Antoni Gaudí hat seine Spuren hinterlassen: Er renovierte Teile der Kirche und fügte Elemente des Jugendstils hinzu.
Der jüngste Beitrag stammt vom mallorquinischen Künstler Miquel Barceló, der eine Kapelle im Seitenschiff umgestalten durfte.
Die Kathedrale kann, abhängig von der Saison und den religiösen Feiertagen, besichtigt werden. Infos zu Öffnungszeiten und Preisen findest du auf der Webseite der Kathedrale.
Einen schönen Blick auf die Bucht von Palma hast du übrigens von der Terrasse der Kathedrale. Hier kommst du den bunten Fenstern ganz nahe und kannst durch die große Rosette ins Innere der Kathedrale schauen. Tickets gibt es ebenfalls über die offizielle Webseite, darin ist auch der Besuch des Innenraumes enthalten. Der Besuch der Terrasse ist nur nach vorheriger Reservierung möglich.
Tipp: Wenn du die manchmal recht langen Warteschlangen für die Besichtigung der Kirche umgehen möchtest oder wenn du mit der offiziellen Webseite nicht klarkommst, kannst du online vorab hier Tickets für die Besichtigung der Kathedrale von Palma erwerben* oder eine geführte Tour buchen*.
Der Königspalast
Direkt neben der Kathedrale liegt der Königspalast La Almudaina.

Das trutzige Gebäude mit maurischen Wurzeln ist noch heute die Sommerresidenz der spanischen Könige. Die spanische Flagge auf dem Dach wird immer dann gehisst, wenn der König in der Residenz weilt. Daneben ist der Palast Sitz der Militärkommandatur von Mallorca.
Teile des Palastes sind für die Öffentlichkeit zugänglich und ein Besuch ist vor allem Kunstliebhabern zu empfehlen. Aber auch der herrliche Blick von der Terrasse ist sehenswert.
Die maurischen Herrscher errichteten neben der Moschee, an deren Stelle heute die Kathedrale steht, ihren festungsartigen Palast. Der Name Almudaina stammt aus dieser Zeit und bedeutet Zitadelle außerhalb der Stadtmauern.
Obwohl der Palast im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut wurde, sind die maurischen Elemente noch gut zu erkennen: vor allem die Gebäudeform mit dem geschlossenen Innenhof und die Spitzbogen der Fenster zeugen von den Baukünsten der Mauren.
Nach der Rückeroberung Mallorcas nutzten die spanischen Könige das gut befestige Gebäude als Amtssitz. Im 14. Jahrhundert ließ König Jaume II den Palast vom Baumeister des Castell Bellver, Pere Salvà, zu seiner Sommerresidenz umbauen.
Im Erdgeschoss ist die Dekoration heute noch mittelalterlich, während im Obergeschoss kostbare flämische Gemälde und Wandteppiche aus dem 17. Jahrhundert gezeigt werden.
Sehr sehenswert ist auch die gotische Kapelle Sant Ana aus dem 14. Jahrhundert.
Highlight des Besuches ist sicherlich die Terrasse mit Blick über die Bucht von Palma und die unter dem Palast liegenden königlichen Gärten.
Der Palast kann, sofern nicht der König mit Staatsgästen in der Residenz logiert, im Rahmen einer Führung oder auf eigene Faust besichtig werden, Tickets* gibt es online, um die Anstellschlangen zu umgehen. Genaue Informationen zu den Öffnungszeiten und aktuellen Preisen hat die offizielle Webseite des Palastes La Almudaina für dich.
Die königlichen Gärten
Unterhalb der Kathedrale und des Königspalastes erstrecken sich die königlichen Gärten Jardines de S’Hort del Rei und laden mit ihren schattigen Plätzchen und Wasserspielen zum Verweilen ein.
Diese liebliche, grüne Oase zwischen Stadt und dem Parc de la Mar eignet sich mit ihren vielen Parkbänken gut für eine kleine Pause oder um der Hektik der Stadt zu entfliehen.
Im 14. Jahrhundert wurden die Gärten von den Palastmauern umschlossen und dienten vor allem als Obstgarten, was sich auch heute noch im Namen S’Hort wiederspiegelt.
In den 60er Jahren wurden die Gärten nach dem Vorbild der Gartenanlage der Alhambra in Granada neu gestaltet und mit Wasserbecken und Springbrunnen ergänzt.

Der große Mauerbogen am Südende der Gärten stammt noch aus maurischer Zeit und schirmte den Privathafen des Emirs ab. Heute wohnen Schwäne im ehemaligen Hafenbecken und erfreuen die Besucher.
Im Garten versteckt finden sich einige sehenswerte Skulpturen wie das „Ei“ von Joan Miró, das „Mobile“ von Alexander Calder oder den bronzenen Steinschleuderer „Es Foner“ von Llorenç Rosselló.
Passeig des Born
Diese Prachtstrasse, in der sich ein Luxuslabel an den anderen reiht, ist die eleganteste Allee in Palma. Auf der breiten Promenade in der Mitte kannst du trotz Autoverkehrs nebenan entspannt flanieren und in einem der zahlreichen Cafés einkehren.
Placa Mayor
Der große, rechteckige Platz mitten in der Stadt ist umgeben von klassischen Gebäuden. Arkadengesäumte Laubengänge im Erdgeschoss spenden Schatten, in den Etagen darüber sind vor allem Büros und Wohnungen untergebracht.

Mehrfach in der Woche findet hier ein Kunsthandwerkermarkt statt, ebenso viele lokale Feste, Konzerte oder sonstige Feierlichkeiten.
An den Tagen ohne Markt wirkt der Platz recht weitläufig und die wenigen Cafés scheinen fast zu verschwinden. Da es auf dem Platz kaum Grün gibt, wirkt er sehr homogen in der Bebauung und strahlt eine strenge Aura aus.
Unter dem Platz befindet sich ein Parkhaus mit unterirdischem Einkaufszentrum. In den umliegenden Gassen finden sich ebenfalls viele Geschäfte. Von hier ist es auch nicht mehr weit bis zur Markthalle.
Der Mercat de l’Olivar — unser Geheimtipp für Palma!
Der Mercat de l’Olivar ist die größte Markthalle Palmas und unser liebster Geheimtipp. Von aussen nicht besonders ansehnlich, entpuppt sie sich im Inneren als Traum für Gourmets. In der großen Halle gibt es Gemüse und Früchte sowie Fleisch, Wurst und Käse in Hülle und Fülle. In der separaten kleineren Halle werden Fisch und Meeresfrüchte angeboten.
Neben den reinen Verkaufsständen gibt es hier auch Tapas-Bars, an denen du kleine Leckereien sofort verkosten kannst. Wir haben in der Markthalle ein ganzes Mittagessen zu uns genommen — wir haben uns einfach von Stand zu Stand durchgefuttert. Superlecker!
Und den Einheimischen zuzusehen, die sich mit Freunden an den Tapasständen auf ein Glas Wein treffen und gestenreich palavern, hat ebenfalls viel Spaß gemacht.

Hier kannst du dich auch mit vielen leckeren Zutaten für ein Picknick eindecken, allerdings ist ab ca. 14 Uhr das ganze Spektakel vorbei und die Markthalle schließt. Genaue Infos findest du auf der Webseite des Mercat de l’Olivar. In Kombination mit einer Stadtführung lässt sich der Mercat de l’Olivar auch mit einem Guide* erkunden.
Die Altstadt
Nach dem Mittagessen in der Markthalle sind wir ohne bestimmtes Ziel durch die Gassen der Altstadt geschlendert. Irgendwo findet sich auch immer ein Café für den Espresso nach dem Essen.
In den verwinkelten Gassen gibt es viele kleine Boutiquen zu entdecken und du kannst dich einfach treiben lassen. Viele Gassen sind so eng, dass keine Autos fahren können, daher ist es hier recht ruhig, zumindest was den Autoverkehr angeht.
Die Banys Àrabs
Am Rand der Altstadt in der Nähe der Kathedrale gibt es die alten arabischen Bäder, die Banys Àrabs zu besichtigen. Der Eingang ist nicht so leicht zu finden, die schmale Tür in der Gasse ist schnell übersehen.
Der schöne, begrünte Innenhof mit seiner angenehmen Ruhe ist allerdings die Suche wert. Hierher verirren sich keine Touristenscharen und die schattenspendenden Bäume laden zu einer entspannten Pause ein. Die kleine Cafeteria sorgt für kühle Getränke und der Geist kann sich von den vielen Eindrücken des Stadtbesuchs erholen.
Die beiden ehemaligen Badehäuser stammen aus dem 10. Jahrhundert, als Mallorca von den Mauren beherrscht wurde. Diese Bäder sind einige der wenigen verbliebenen Beispiele reiner arabischer Architektur auf Mallorca.
Der moderne Hammam Al Ándalus* bietet übrigens Dampfbäder nach maurischem Vorbild an, was in der heutigen spanischen Kultur traditionell nicht mehr verankert ist und daher eine Besonderheit darstellt.
Der Hafen
Der Hafen von Palma ist einer der größten Häfen im gesamten Mittelmeerraum. Von hier gibt es zahllose Fährverbindungen, die Kreuzfahrtschiffe landen an und die ein oder andere Superyacht ist zu bestaunen.
Der Hafen teilt sich im wesentlichen in 4 Bereiche: den Kreuzfahrthafen, den Industriehafen, den Fährhafen und mehrere Yachthäfen.
Entlang der Hafenpromenade Passeig Marítim schlenderst du ganz entspannt am Yachthafen vorbei. Zahlreiche Restaurants säumen die Uferstrasse und locken mit Blicken auf die unzähligen Schiffe.
Der Hafen und die schönen Blicke auf die Altstadt lassen sich auch gut von einer Hafenrundfahrt* aus erleben.
Das Castell de Bellver
Ein Stück ausserhalb von Palma thront das Castell de Bellver, die Burg der schönen Aussicht, auf einem Hügel und überblickt das gesamte Umland.
Der fantastische Rundblick geht von Palma mit der markanten Kathedrale und dem Hafen über die Bucht und das gesamte Umland bis zur Serra de Tramuntana, dem Gebirgszug im Westen der Insel.
Das Kastell wurde ab dem Jahr 1300 von Pere Salvà erbaut und ist durch seine kreisrunde Bauweise einzigartig in Europa. Es diente in den vergangenen Jahrhunderten als Schutzburg, Residenz und vor allem als Gefängnis.
Die von außen recht abweisend wirkende Burganlage überrascht im Innenhof mit feinen gotischen Spitzbogen im Obergeschoss, die für ein elegantes Erscheinungsbild sorgen. 3 Türme sind direkt in das Gebäude integriert, während der vierte Turm separat steht und auf Höhe der Terrasse durch eine kleine Brücke mit dem Castell verbunden ist.
Im Inneren des Gebäudes befindet sich das Museum zur Stadtgeschichte von Palma.
Von der Innenstadt erreichst du das Castell de Bellver mit dem Rad, dem Auto oder dem Hop-on/Hop-off Bus. Zu Fuß sind es von der Kathedrale ca 3 km, die erst am Hafen entlangführen, dann durch Wohnbebauung und die Grünanlage zum Castell hinauf führen. Die bewaldete Grünanlage, die das Castell umgibt, eignet sich auch sehr gut für ein entspanntes Picknick.
Die Informationen auf der Webseite der Stadt Palma zum Castell de Bellver sind leider sehr dürftig und vor allem nur auf spanisch oder katalanisch erhältlich.
Fundació Pilar i Joan Miró a Mallorca
Eines der berühmtesten Museen auf Mallorca ist das Museum von und über Joan Miró, einem der bekanntesten spanischen Maler. Seine Familie stammte aus Mallorca und er selbst ließ sich 1956 in Palma nieder. Sein Atelier beherbergt heute ein sehenswertes Museum.
Gerade an einem Regentag ist das Miró-Museum ein schönes Ausflugsziel. Wer nicht anstehen möchte, kann vorab online Tickets für die Fundació Miró* erwerben.
Tapas
Spanien ist bekannt für seine Vielfalt an leckeren Tapas. Auch in Palma lassen sich die kleinen Häppchen, die traditionell zum Aperitif gereicht werden, an jeder Ecke verkosten. Es gibt viele Restaurants und Bodegas, die Tapas neben anderen Gerichten anbieten oder ganz darauf spezialisiert sind.
Wir waren im trendigen Viertel Santa Catalina in einer gemütlichen Tapas-Bar abends essen und fanden es sehr lecker. In Santa Catalina gibt es viele kleine Restaurants, es lohnt sich auf alle Fälle, hier auf Entdeckungstour zu gehen.
Wenn du die beliebtesten Adressen der Einheimischen kennen lernen möchtest, buchst du am besten eine Food-Tour in der Altstadt*.
Kulinarische Highlights in und um Palma
Palma bietet nicht nur Tapas, sondern jede Menge Aktivitäten, die dir die spanische Esskultur näherbringen. Ein paar der spannendsten Erlebnisse haben wir hier für dich gesammelt:
Wir lieben den Mercat de l’Olivar und probieren gerne die tagesaktuellen Gerichte der Stände in der Markthalle aus und sehen dem lebhaften Treiben zu. Der Mercat de Santa Catalina im gleichnamigen Viertel ist ebenfalls sehenswert.
Die bodenständige mallorquinische Küche kann man in unzähligen Restaurants probieren. Aber Palma hat auch einige Sterne-Restaurants zu bieten. Es empfiehlt sich, vorab zu reservieren, falls du ein bestimmtes Restaurant besuchen möchtest, denn es ist immer viel los. In den letzten Jahren sind viele tolle Rooftop-Restaurants entstanden, die alles von quirliger Bar bis zu Fine-Dining offerieren.
Wenn du dich einfach treiben lässt, findest du bestimmt ein schönes Plätzchen, wenn du Hunger hast — es gibt wahnsinnig viele Restaurants in Palmas Altstadt und am Hafen. Aber es gibt eben auch einige Touristenfallen, also lieber aufpassen und vorab die Karte studieren oder Google befragen, bevor du dich für ein Restaurant entscheidest.
Eine private Foodtour mit vielen Verkostungen von Withlocals* führt dich zu den beliebtesten Plätzen der Einheimischen und den schönsten Plätzen der Stadt.
Ein Kochkurs* ist ebenfalls eine schöne Möglichkeit, die landestypische Küche kennen zu lernen. Wenn du den Mercat de l’Olivar besuchen willst, ist vielleicht ein Kochkurs mit Marktbesuch* etwas für dich.
Und kaum zu glauben, aber auch in Palma gibt es eine Chinatown, die auf einer kulinarischen Tour* inklusive Marktbesuch erkundet werden kann.
In den Bäckereien der ganzen Insel gibt es leckeres süßes Gebäck und traditionelle Süßigkeiten. Mit einem Milchkaffee in einem Straßencafé schmecken z.Bsp. Ensaimadas oder Cocas de Patatas besonders gut.
Die älteste Brennerei Mallorcas mit den sehenswerten Kellergewölben kannst du auf einer geführten Tour bei den Bodegas Suau inklusive Verkostung und Tapas* entdecken.
Viele Weingüter auf Mallorca bieten Verkostungen und Kellerführungen an. Von Palma bietet sich z.Bsp. der Ausflug zum Weingut Son Juliana* an oder eine Ganztagestour ins Landesinnere mit Besuch mehrerer Weingüter*.
Auf einer Oleo-Kulturtour* lernst du alles über die Herstellung von Olivenöl, auf welche Qualitätsmerkmale du achten musst und besuchst eine Olivenplantage.
Ein Ganztagesausflug zu Orangenfarm, Olivenhain und Weingut* zeigt dir die wichtigsten Erzeugnisse Mallorcas und du lernst zugleich die schöne Landschaft der Insel kennen.
Im Sommer lohnt sich auch eine Bootstour*, um das Meer, die Aussicht und die spanische Küche zu geniessen. Es gibt unzählige Anbieter, die Katamaran- oder Bootstouren mit Verpflegung anbieten, mal mittags zum Schnorcheln, mal abends zum Sundowner.
Fazit
Wir fanden Palma sehr sehenswert, das Bummeln durch die Gassen hat uns sehr gefallen und vor allem der Besuch der Markthalle war ein tolles Erlebnis. Die Kathedrale ist wirklich beeindruckend und unser Abendessen in einer Tapas-Bar hat unseren Besuch schön abgerundet.
Im Sommer, wenn es heiß ist, langt sicherlich ein Ausflug gegen Abend, um die Stadt zu erleben. In der Nebensaison, wenn es noch nicht so warm und voll ist, bietet es sich an, länger zu bleiben und vielleicht sogar ein oder zwei Nächte hier zu verbringen.
Da die Flugzeiten von Deutschland aus recht kurz sind, lohnt sich sogar ein Wochenendtrip, um die mediterrane Sehnsucht zu stillen.
Wir waren hoffentlich nicht das letzte Mal in Palma und kommen gerne wieder!
Wandern auf Mallorca
Hast du Lust, die schöne Natur Mallorcas zu entdecken?
Wir waren eine Woche im Umland von Valldemossa Wandern und haben die Serra de Tramuntana zu Fuß erkundet.
Mehr dazu gibt es in meinem Beitrag über Wandern auf Mallorca.









