Die Wanderung vom Leuchtturm Far del Cap Salines umrundet den südlichsten Zipfel Mallorcas und führt zur idyllischen Bucht Cala Marmols mit weißem Sandstrand und türkisblauem Meer.

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Cala Màrmols: Küstenwanderung vom Cap de ses Salines

Die­se schö­ne Wan­de­rung mit Start­punkt am Leucht­turm Far del Cap Sali­nes umrun­det den süd­lichs­ten Zip­fel Mal­lor­cas und führt zur idyl­li­schen Bucht Cala Màr­mols mit wei­ßem Sand­strand und tür­kis­blau­em Meer.

Die­ser Arti­kel wur­de am 07.05.2025 aktualisiert.

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Wir sind im Rah­men unse­rer Wan­der­wo­che in der Ser­ra de Tra­m­un­ta­na hier gewe­sen und haben die­se Wan­de­rung als Aus­weich­mög­lich­keit bei schlech­tem Wet­ter genutzt. Wir fan­den den Trail sehr schön, da wir im Febru­ar gelau­fen sind und die Son­ne genos­sen haben und den Strand für uns allein hatten. 

In der hei­ßen Jah­res­zeit ist die Wan­de­rung ent­lang der kar­gen, schat­ten­lo­sen Küs­te eigent­lich nur aus einem Grund inter­es­sant: die Cala Màr­mols, die Mar­mor­bucht, ist eine traum­haft schö­ne Bucht mit beein­dru­cken­der Fels­ku­lis­se und wenig Bebau­ung in der Umge­bung. Sie eig­net sich her­vor­ra­gend zum Baden in einer natur­be­las­se­nen Bucht. Ent­lang der Küs­te fin­det sich auch der ein oder ande­re schö­ne Schnorchelspot. 

Im Som­mer ist eine Boots­tour von Cala Figuera* mit Besuch der Buch­ten Cala Màr­mols und Caló de Moro sicher­lich die schö­ne­re Alter­na­ti­ve, um die Küs­te zu erkun­den. Die Mar­mor-Bucht und die Nach­bar­buch­ten kön­nen auch mit dem Kay­ak* erkun­det oder mit einem pri­va­ten Segel­boot* besucht werden.

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Der Far del Cap Salines

Das Cap de Ses Sali­nes mit dem gleich­na­mi­gen Leucht­turm ist der süd­lichs­te Punkt Mal­lor­cas. Die Gegend ist glück­li­cher­wei­se von gro­ßen Hotel­an­la­gen ver­schont geblie­ben und so fährt man auf der Ma-6110 eini­ge ein­sa­me Kilo­me­ter durch Pini­en­wald, bis man am Park­platz beim Leucht­turm ange­kom­men ist.

Der hüb­sche Leucht­turm wur­de im Jahr 1863 erbaut und ist noch heu­te in Betrieb. Im angren­zen­den Gebäu­de ist eine For­schungs­sta­ti­on unter­ge­bracht, die Mess­da­ten der umlie­gen­den Küs­te und des Mee­res vor Mal­lor­ca liefert. 

1980 wur­de der Leucht­turm als ers­ter Leucht­turm Spa­ni­ens mit Solar­ener­gie versorgt. 

Am südlichsten Punkt Mallorcas: Der Leuchtturm Far del Cap Salines.

Die abge­le­ge­ne Gegend an der Süd­spit­ze Mal­lor­cas ist eine wich­ti­ge Sta­ti­on für Zug­vö­gel auf ihrem Weg zwi­schen Afri­ka und Euro­pa. Beson­ders im Früh­jahr kön­nen hier die ras­ten­den Vögel auf ihrem Rück­weg vom Win­ter­quar­tier beob­ach­tet werden. 

Das sich in Pri­vat­be­sitz befin­den­de Gelän­de hin­ter dem Leucht­turm ist abge­zäunt und lässt nur einen schma­len Küs­ten­strei­fen frei, auf dem sich der Weg zur Mar­mor­bucht ent­lang schlängelt. 

Hinweise zur Tour zur Cala Mármols

Start- und End­punkt der Tour ist der Leucht­turm Far del Cap de ses Sali­nes. Über einen fel­si­gen Küs­ten­pfad geht es fast eben­erdig, aber den­noch manch­mal beschwer­lich, bis zur Bucht Cala Màrmols. 

Ein Wort zum The­ma Sicher­heit: Wan­dern als Frei­zeit­be­schäf­ti­gung ist auf den ers­ten Blick recht unge­fähr­lich. Aber auch hier lau­ern Gefah­ren, die nicht zu unter­schät­zen sind. Die meis­ten Ver­let­zun­gen beim Wan­de­run­gen pas­sie­ren durch fal­sches Schuh­werk! Ich kann es daher nicht oft genug wie­der­ho­len: Bit­te ach­tet auf eine gute Aus­rüs­tung! Dazu gehö­ren fes­te Wan­der­schu­he mit ordent­li­chem Pro­fil, ein Ers­te-Hil­fe-Pack, eine Taschen­lam­pe, Not­pro­vi­ant und aus­rei­chend Wasser!

Der Abstieg zur Bucht ist lei­der nicht beson­ders bequem, man klet­tert bei­na­he ohne Weg den Abhang hin­un­ter. Hier ist Tritt­si­cher­heit und Schwin­del­frei­heit gefragt.

Für die­se Mühen wirst du mit einer wun­der­schö­nen Bucht mit fei­nem Sand und kris­tall­kla­rem Was­ser zwi­schen hohen Mar­mor­fel­sen belohnt. Der Strand eig­net sich her­vor­ra­gend für ein Pick­nick mit Bade­pau­se, bevor es auf dem glei­chen Weg wie­der zurück geht.

Weder am Leucht­turm noch am Strand gibt es nen­nens­wer­te Infra­struk­tur. Im Som­mer steht manch­mal ein Geträn­ke­bus beim Leucht­turm, der auch Sand­wi­ches verkauft.

Die Tour bie­tet kei­nen nen­nens­wer­ten Schat­ten und du soll­test dich daher mit Hut und aus­rei­chend Son­nen­schutz aus­stat­ten. Bei Feuch­tig­keit ist der Weg stel­len­wei­se sehr rut­schig und fes­tes Schuh­werk ist auf­grund der scharf­kan­ti­gen Fel­sen unbe­dingt zu empfehlen.

2,5 Stunden • 9,9 km Rundweg • 40 Höhenmeter • Start auf 5 m

Wegbeschreibung

Die Tour beginnt am Leucht­turm Far del Cap Sali­nes. Bei kla­rem Wet­ter hat man von hier einen guten Blick auf die fast unbe­wohn­te Nach­bar­insel Cabrera.

In der Nähe des Leucht­turms haben die Besu­cher vie­le Stein­männ­chen gebaut. Ein net­ter Anblick, der dazu ver­lei­tet, eben­falls zum Bau­meis­ter zu wer­den. Aber das heben wir uns lie­ber für den Rück­weg auf, jetzt wol­len wir los!

Felsige Küste zwischen dem Cap de ses Salines und der Cala Màrmols.
Blick auf La Cabrera

Die Küs­te ist hier fel­sig und stel­len­wei­se ist es schwie­rig, ans Was­ser zu kom­men. Ober­halb der Fel­sen führt ein schma­ler Pfad ent­lang des Zauns in öst­li­cher Rich­tung vom Leucht­turm weg. Die­sen Pfad neh­men wir und lau­fen zwi­schen nied­ri­gen Büschen und fla­chen Fel­sen immer wei­ter, bis wir nach gut ein­ein­halb Stun­den schließ­lich zur Bucht Cala Màr­mols kommen.

Küstenpfad vom Cap de ses Salines zur versteckten Bucht Cala Màrmols.

Auf die­sem Abschnitt des Weges kann man sich nicht ver­lau­fen, auch wenn der Pfad sich mehr­fach gabelt und es nicht sofort ersicht­lich ist, wel­ches der rich­ti­ge Abzweig ist. Die ver­schie­de­nen Wege füh­ren immer wie­der zusam­men und sind auf der einen Sei­te durch den Zaun, auf der ande­ren Sei­te durch das Meer begrenzt.

Unter­wegs kom­men wir an meh­re­ren klei­nen Strän­den vor­bei, die zu einer Pau­se ein­la­den und wir schau­en uns schon mal nach unse­rem Lieb­lings­strand für den Rück­weg um. 

Felsüberhang und türkisfarbenes Wasser auf dem Weg zur Cala Màrmols.

Etwa auf der Hälf­te der Stre­cke stei­gen wir in ein klei­nes Fluss­tal hin­ab, Stein­männ­chen hel­fen bei der Orientierung. 

Auf der ande­ren Sei­te geht es wie­der hin­auf auf die mitt­ler­wei­le recht hoch auf­ra­gen­de Steil­küs­te. Das kris­tall­kla­re Was­ser bil­det einen tol­len Kon­trast zu den röt­lich­gel­ben Steinen.

Im Som­mer kann man hier bestimmt toll schnor­cheln oder tauchen.

Kurz dar­auf gibt es einen beein­dru­cken­den Fels­über­hang mit tür­kis­blau­em Was­ser dar­un­ter. Der Weg führt ober­halb des Über­hangs ent­lang — wenn du nicht auf­passt, bekommst du davon nichts mit, denn auf dem Über­hang ist der Blick nach unten durch Busch­werk verdeckt.

Gigantischer Felsüberhang auf dem Weg zur Cala Màrmols auf Mallorca.

End­lich kommt das Ziel unse­rer Wan­de­rung in Sicht: die ver­steck­te Cala Màr­mols.

Auch wenn wir jetzt ganz schnell an den schö­nen Strand wol­len, heißt es auf­pas­sen, denn der Weg nach unten hat es in sich: Eigent­lich führt kein Weg, son­dern meh­re­re Tram­pel­pfa­de auf kür­zes­tem Weg den Abhang hin­un­ter. Wur­zeln hel­fen beim Fest­hal­ten und sind durch die vie­len Besu­cher vor uns schon ganz abge­nutzt. Stel­len­wei­se müs­sen wir hohe Absät­ze über­win­den, uns durch Sträu­cher zwän­gen und vor Dor­nen in Acht nehmen.

Irgend­wann haben wir es dann geschafft und der herr­li­che Strand ent­schä­digt uns für die Krat­zer auf dem Weg nach unten. 

Der fei­ne wei­ße Sand, die hohen, hel­len Mar­mor­fel­sen und das tür­kis­blaue, kris­tall­kla­re Was­ser machen die Cala Màr­mols zu einer ech­ten Traumbucht. 

Wir haben das Glück, die Bucht zum Pick­nick ganz für uns allei­ne zu haben. Defi­ni­tiv einer der Vor­tei­le des Wan­der­ur­laubs im Febru­ar auf Mallorca!

Blick auf die wunderschöne Bucht Cala Màrmols auf Mallorca.

Nach dem wir geges­sen haben, gön­nen wir uns eine klei­ne Sies­ta am Strand und hof­fen, dass die Son­ne nicht hin­ter den Wol­ken ver­schwin­det. Sehr beru­hi­gend, das lei­se Glu­ckern des Meeres…

Als ich vor dem Rück­weg doch noch mit den Füßen ins Was­ser will, ent­de­cke ich einen der Nach­tei­le des Wan­der­ur­laubs im Febru­ar: das Was­ser ist kalt!

Die von Klippen umgebene Bucht Cala Màrmols mit feinem Sandstrand und klarem, türkisblauem Wasser.

Zurück neh­men wir den glei­chen Weg, den wir gekom­men sind. Den Abhang hin­auf klet­tern emp­fin­de ich nicht so schlimm wie hin­un­ter, denn ich kann mich bes­ser an den Ästen fest­hal­ten, und kurz dar­auf sind wir wie­der auf dem Küstenpfad.

Unter­wegs machen wir eine wei­te­re Pau­se an einem der klei­nen Strän­de mit Blick auf die Wei­te des Mee­res. Und hier fin­den wir es, das Blau des Tages:

Versteckte Strände auf dem Weg zur Cala Màrmols, einer der schönsten Buchten Mallorcas.

Die Küs­te ent­lang bis zum Leucht­turm ist der Rück­weg schnell geschafft. Da das Licht so schön ist, blei­ben wir dort noch ein Weil­chen aufs Meer schau­end sit­zen, wäh­rend wir die Fra­ge erör­tern, wo wir noch einen Apé­ri­tif zu uns neh­men könnten. 

Klei­ner Tipp: Colo­nia Sant Jor­di eig­net sich her­vor­ra­gend für einen Apé­ri­tif mit Blick aufs Meer!

Übersichtskarte

Die GPS-Daten gibt es bei Komoot:
Vom Cap de ses Sali­nes zur Cala Màr­mols — Naliblau

Wanderung vom Cap de ses Salines zur Cala Màrmols auf Mallorca - Karte Komoot - Naliblau

Wandern auf Mallorca

Lust auf noch mehr Mallorca-Wanderungen? 

Wir waren eine Woche im Umland von Vall­de­mo­s­sa Wan­dern und haben die Ser­ra de Tra­m­un­ta­na zu Fuß erkundet. 

Mehr dazu gibt es in mei­nem Bei­trag über Wan­dern auf Mal­lor­ca.

Aussichtsreiche Wanderung nach S'Estaca und zu den Miradores des Erzherzogs an Mallorcas wilder Westküste.

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Slow Travelling

Hallo, ich bin Svenja und nehme euch gerne auf meine Reisen mit!

Am liebsten bin ich mit Wanderschuhen und viel Zeit unterwegs. Slow Travelling, also langsames oder eher achtsames Reisen, ist in den letzten Jahren meine Leidenschaft geworden.

Viel lieber, als einen gehetzten Roadtrip zu absolvieren, bleibe ich eine Woche an einem Ort, um zu Fuß die Schönheit der verschiedenen Landschaften zu erwandern.

Ich finde, je mehr Zeit man an einem Ort verbringt, desto mehr kann man in seine Seele eintauchen und hat wirklich das Gefühl, da gewesen zu sein.

Ich möchte mir nicht erst hinterher auf den Fotos anschauen, wo ich eigentlich überall war. Daher reise ich auch gerne mehrfach an die gleichen Orte, weil es sich wie nach Hause kommen anfühlt, wenn ich schon weiß, wo ich wann auf welchem Markt die besten Produkte kaufen kann oder wann ich welche Wanderung am besten mache.

Ich bin kein Fan davon, Sehenswürdigkeiten abzuhaken, nur damit ich zeigen kann, dass ich dort gewesen bin. Viel lieber genieße ich die Natur abseits der ausgetretenen Pfade. Wenn die Wanderung dann doch zur Sehenswürdigkeit führt, umso besser!

Ebenso lasse ich mich nicht von schlechtem Wetter oder anderen Unbequemlichkeiten abschrecken, wenn ich dafür etwas Besonderes erleben kann. Das Motto ist: erholen kann ich mich daheim!

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß mit den Entdeckungen auf diesem Blog!

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Hi, ich bin Svenja!

Schon immer liebe ich das Reisen und Entdecken von fremden Kulturen und Landschaften. Am liebsten bin ich gemeinsam mit meiner Familie unterwegs, um tolle Abenteuer zu erleben. Mit diesem Blog möchte ich euch zeigen, welche schönen Entdeckungen man machen kann, wenn man sich genug Zeit beim Reisen läßt.

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